Lesefutter. :-) Textpassage zu „Flocke und Schnurri 4“. Viel Spaß beim Lesen! :-) ~~~ #Kinderbuch #Moral #Tiere #Drachen #Buchserie

#Kinderbuch #Moral #Tiere #Drachen #Buchserie

Hallo, ihr Lieben,

ich wünsch euch ein wunderschönes Wochenende. Es gibt wieder Lesefutter für euch. 🙂 Textabschnitt von „Flocke und Schnurri 4“. (Der Text ist unlektoriert, wird natürlich bei Veröffentlichung lektoriert sein.) Viel Spaß beim Lesen!

Als Schnurri von Weitem die Luft schimmern sah, fragte er erstaunt: „Was ist das?“
„Was?“
„Na, da vorne am Waldrand.“ Der schwarze Drache deutete mit einer Kralle in die Richtung.
„Hm, auf jeden Fall sieht es magisch aus. Ich bin gespannt, was das ist.“
Kurze Zeit später kamen sie an. Genau dort, wo der Wald endete, türmte sich eine riesige Wand vor ihnen auf, die offensichtlich aus purer Energie bestand. Deren Oberfläche glich die eines Sees, auf der unzählige Kreiswellen tanzten, als würden viele herabfallende Wassertropfen diese erzeugen. Die Energiewand war durchsichtig, sodass die Drachenkinder das dahinter Verborgene verschwommen wahrnehmen konnten. Doch was sich genau hinter dem Wald befand, wussten sie nicht.
„Wow“, sagte Flocke völlig verblüfft. „Hast du das schon mal gesehen?“
„Bis jetzt nicht“, erwiderte Schnurri. „Du hast recht, es sieht auf jeden Fall magisch aus. Und offensichtlich erstreckt sich die Energiewand um den ganzen Wald herum“, sagte er, als er nach links und rechts sah.
„Na toll, und wie sollen wir jetzt den Wald verlassen?“, fragte Flocke zerknirscht. „Sollen wir einfach durchgehen?“
„Ich glaub, dass uns nichts anders übrig bleibt. Aber vorher sollten wir testen, ob es doch nicht gefährlich ist.“ Sofort zauberte Schnurri ein langes Seil herbei. Währenddessen leuchtete sein mit Schuppen übersäter Schwanz in einem blauen Licht. Dies geschah immer, wenn Schnurri Magie praktizierte. Er war glücklich, dass der Zauber auf Anhieb klappte und dass auch in dieser neuen Welt das Zaubern möglich war.
„Was willst du damit?“, fragte Flocke neugierig.
„Wirst du gleich sehen.“ Der schwarze Drache blickte suchend um sich und bückte sich schließlich nach einem großen Stein.
Plötzlich hörte man ein herzhaftes Kichern. „Das kitzelt.“
„Hast du gerade gelacht?“, fragte Schnurri.
„Nein, habe ich nicht. Du?“
„Ich auch nicht. Wenn du es nicht warst, wer dann?“ Schnurri blickte sich suchend nach dem Besitzer der Stimme um.
„Hier unten bin ich“, sagte die Stimme belustigt. „In deiner Klaue.“ Sie kicherte erneut.
Die Drachenkinder blickten den Stein mit großen Augen an, auf dessen Oberfläche ein ulkiges lächelndes Gesicht zu sehen war. Hatte der Stein gerade mit ihnen gesprochen?
„Du kannst reden?“, fragte Schnurri ungläubig.
„Natürlich kann ich sprechen. Wir Lochsteine können das. Wir sind nämlich sehr selten und daher magisch. Und jedem Finder erfüllen wir drei Wünsche oder beantworten Fragen, soweit dies in unserer Macht steht. Danach kehren wir wieder auf magischer Weise an unsere Ursprungsplätze zurück, wo wir gefunden wurden. Ich bin schon ganz hibbelig, welche Wünsche in deinem Herzen schlummern. Du bist der Erste, der mich gefunden und aufgehoben hat. Wie lauten deine Wünsche? Oder möchtest du, dass ich dir bestimmte Fragen beantworte, die dich schon lange beschäftigen?“
Schnurri konnte sein Glück kaum fassen. Er hatte einen magischen Stein gefunden, der Wünsche erfüllen konnte, und der sehr selten zu finden war. Eigentlich wollte er nur an einem Seilende einen Stein binden und ihn dann durch die magische Wand werfen, um sich zu vergewissern, ob das Objekt beschädigt werden würde. Und wenn es heil geblieben wäre, hätte er mit seinem besten Freund erleichtert die Energiewand passiert. Aber jetzt, wo er einen lebendigen Stein in den Klauen hielt, konnte und wollte er seine Idee einfach nicht in die Tat umsetzen. Was, wenn der Stein zersplittern und er verletzt werden würde? Das würde Schnurri sich niemals verzeihen können.
Der Stein machte mit einem lauten Räuspern auf sich aufmerksam, da der schwarze Drache in Gedanken versunken war.
Schnurri blinzelte, als hätte er Sand in die Augen bekommen. „Wünsche besitzen große Macht und sollten daher wohl überlegt sein. Darf ich dich auch später bitten?“
„Natürlich. Ich schlafe einfach derweil. Wenn du mit mir sprechen möchtest, kitzel mich einfach“, lachte der Stein. „Du kannst natürlich auch normal mit mir reden. Also, wenn du jemanden zum Reden brauchst, bin ich immer für dich da.“
„Danke, das ist sehr lieb von dir“, sagte Schnurri glücklich. Als der Stein die Augen schloss und friedlich einschlief, fädelte Schnurri ein Seilende durch das Loch, das sich im Stirnbereich des Steingesichts befand, und verknotete anschließend die beiden Enden fest zusammen. Dann zog er die gebastelte Steinkette über seinen schuppigen Kopf, sodass der Anhänger auf seiner Brust baumelte.
„Schau mal, wie süß er schläft“, sagte Flocke lächelnd. „Hast du ein Glück. Was wolltest du eigentlich mit dem Stein machen?“
„Wenn er nicht lebendig wäre, hätte ich ihn an einem Seilende befestigt und ihn durch die magische Wand geworfen. Nach ein paar Sekunden hätte ich den Stein wieder zu mir gezogen, um zu sehen, was mit ihm passiert. Wäre er unversehrt geblieben, hätte ich vorgeschlagen, dass wir hindurchgehen. Vorsicht ist besser als Nachsicht. Aber da der Lochstein ja lebendig ist, kann ich das einfach nicht machen. Ich möchte ihn nicht womöglich verletzen.“
„Du hast recht“, lobte Flocke. „Es ist schön, dass du an andere denkst und so ein großes Herz besitzt. …

Liebe Grüße, bleibt gesund!

Euer

Ago

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